TOMMY HILFIGER Gr. Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4

TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover

TOMMY HILFIGER Gr. Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4

Artikelzustand:
Neu ohne Karton: Neuer, unbenutzter und nicht getragener Artikel, ohne oder nur teilweise in Originalverpackung (wie ... Mehr zum Thema Zustand
Obermaterial: Echtleder
Stil: Stiefeletten Marke: Tommy Hilfiger
Modifizierter Artikel: Ja Modell: Scarlett
Farbe: Schwarz Schuhgröße: EUR 37
Streitbar: Regisseur Oliver Frljić im Fundus des Ballhofs. Quelle: Frank Wilde
11:35 17.06.2018

Der Kroate Oliver Frljić gilt als einer der streitbarsten Gegenwartsregisseure. Für das Junge Schauspiel wird er Lessings „Nathan“ interpretieren – und klopft den Klassiker unter anderem auf antisemitische Tendenzen ab.

TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4TOMMY HILFIGER Gr.  Stiefel Stiefeletten Gr. HILFIGER 37 Scarlett 8645c4
Hannover

Die Inszenierung hat schon begonnen: Mit einem Foto aus Auschwitz wirbt der kroatische Regisseur Oliver Frljić (42) um Schuhspenden für seinen „Nathan“ nach Gotthold Ephraim Lessing für das Junge Schauspiel. Im Interview erklärt er, warum.

Was hat es mit diesen Schuhen auf sich?

Buffalo London Damen Schuhe Gefütterte Stiefel,Sendra Stiefel 38 WesternStiefel Beige Cognac Camel Stiefelette Cowboy Boho HippieNEW Tory Burch Leighanne Bow Thong Sandales Aquarius Aqua Grün Blau Sz 9,ASICS Damenschuhe GEL NIMBUS 19 RUNNING Schuhe,CONCORD-108 DEMONIA COMBAT BIKER GOTH MULTI STRAP PLATFORM WEDGE KNEE HIGH BOOT,NIKE Damenschuhe AIR HUARACHE RUN ULTRA PREMIUM SZ 5 BLACK Weiß Blau TINT 859511 004NEU Ganter Damen Sandaletten 52025110100 schwarz 236098,Damen Laufschuhe GEOX D NEBULA S, Farbe Silber,Boot Free People Moonlight Heel Boot GrauMORI MADE ITALY FLATS SCHUHE Schuhe BALLERINA KROCO SUEDE LEATHER BLACK NERO 44,Damenschuhe LADIES HIGH BLOCK HEEL CROSS ANKLE STRAP BARELY THERE SANDALS SIZE 7.5,Damen New Balance Wl574 Sneaker Schwarz,New Balance Grün WL574ESM PASTEL PACK Grün,Zara Damens Flat Leder Schuhes With Tassels Größe 8 EUR 39 NWT,MONDEO DRY LEATHER - Damenschuhe Motorcycle Stiefel Größe 7.5 (1011),CRIME Damens SCARPA SNEAKER CASUAL TEMPO LIBERO PELLE RETTILE ART. 25362A16B,LILI MILL SCHUHWERK FRAU BUCHSE LEDER GRUN - 02FF,Ecco Damen Sandalen 820053/51052 51052 schwarz NEU,GIOHEL SANDALS HOLZSCHUHE PANTOLETTEN LEOPARD LÖWE LEATHER BRAUN 38Aldo ALDO Damenschuhe Thiasa Mule- Pick SZ/Farbe.,MEXICANA | Sneaker | SL005-5 | Neptune | schwarz | NEU,Neu SPM Klassische Stiefeletten 8577578 für Damen schwarz,SCARPA Damens ADIDAS SUPERSTAR CG3694 BOLD PLATFORM GRIGIO BIANCO SNEAKERLucky Brand Tamela Ankle Stiefel, Toffee, 7.5 UK,MUCK BOOT GRETA LADIES WELLINGTONS Various Größes VIOLET,Camel Damen Slipper 8447108 weiß NEU,NEU Remonte Damen Stiefeletten DA-STIEFEL D1787-42 grau 347912,Neu ara Lissabon Sneakers Niedrig 7208667 für Damen rosa,Via Spiga Elliot Cut Out Sneakers, Milk Taupe, 6 UKAdidas WM EQT Support ADV Weiß Grau Grün CQ2250 UK3.5-6.5 03',

Wir sammeln diese Schuhe nicht nur, um sie für das Bühnenbild zu verwenden. Ich entschied mich auch, mit der Performance früher zu beginnen. Mit dem Plakat wollen wir ein Bewusstsein dafür schaffen, wie mit der Erinnerung an den Holocaust umgegangen wird. Gerade jetzt, da von bestimmten Leuten und Gruppierungen versucht wird, die Erinnerung daran auszuradieren. Indem die Menschen Schuhe spenden, werden sie Teil der Inszenierung.

Wie erfolgreich sind Sie?

Ich weiß nicht genau, wie viel wir bislang eingesammelt haben. Es spielt aber auch keine so große Rolle. Egal, was herauskommt: Es ist ein Zeichen.

Es ist ein gelungenes Bildmotiv für eine „Nathan“-Inszenierung; beim Spendensammeln wirkt es aber abschreckend.

Darum geht es: Wir wollen hinterfragen, wie dieses Stück nach dem Holocaust gelesen werden muss. Den Holocaust zu vergessen, heißt ihn ungeschehen machen zu wollen. Während einer Probe haben wir zum Beispiel über das Berliner Holocaust-Denkmal gesprochen: Ist das wirklich ein angemessener Umgang mit dem Holocaust?

Und was meinen Sie?

Ich habe meine Probleme damit. Ich habe den Eindruck, dieses Denkmal, das sehr abstrakt ist, transportiert: „Jetzt sind wir fertig mit der Erinnerung.“ Viele Menschen, besonders aus dem Ausland, haben keine Ahnung, wofür das Denkmal steht. Sie besuchen es wie eine Sehenswürdigkeit. Andererseits weiß ich nicht, ob eine naturalistischere Darstellung die Lösung wäre. Ich glaube allerdings auch, dass man immer weiter an der Erinnerung arbeiten sollte – und habe den Eindruck, dass das immer weniger passiert.

Wie lesen Sie denn den „Nathan“? In Deutschland gilt er zumeist als Paradebeispiel im toleranten Umgang mit den Religionen.

Das halte ich für eine sehr oberflächliche Interpretation. Der „Nathan“ repräsentiert einen eurozentrischen Blick auf eine andere Kultur in einer anderen Zeit. Ich möchte mich auf die Dinge konzentrieren, die daran problematisch sind. Ich sehe da durchaus antisemitische Tendenzen, und die sind der Schlüssel zu meiner Interpretation. Das Stück ist für uns auch nur der Ausgangspunkt. Ich möchte zum Beispiel auch über den Kinderkreuzzug sprechen, was der nächste Kreuzzug nach dem im Stück gezeigten ist. Und es geht mir eben auch um den Holocaust und die Situation im heutige Nahen Osten. Mir schwebt eine Reise von Nathans Zeit bis heute.

Welche antisemitischen Tendenzen meinen Sie?

Das beginnt schon mit der Darstellung Nathans: Das einzige, was ihn in dieser Gesellschaft schützt, ist sein Reichtum. Das ist ein problematischer jüdischer Stereotyp.

Dabei reduziert man den „Nathan“ doch meist auf seine Ringparabel ...

Unsere Lesart von „Nathan“ beginnt damit, wie hier bestimmte Identitäten erst konstruiert, dann angeeignet und schließlich instrumentalisiert werden. Wir sind natürlich vor allem interessiert an dem Status, den dieses Stück in der deutschen Kultur spielt: Wofür steht es? Was sind die offiziellen Interpretationen, und was verbergen diese Interpretationen?

Was bleibt denn dann von Lessings „Nathan“?

Was nötig ist. Aber unsere Absicht war es nie, bloß den Text auf die Bühne zu übersetzen. Ich möchte weg von diesem Logozentrismus des deutschen Theaters. Wer Theater auf die Wiedergabe von Text reduziert, beschränkt sich in seinen Möglichkeiten. Wir wollen auch nicht linear oder chronologisch erzählen. Wie Heiner Müller immer sagte: Theater ist nicht dazu da, Geschichten zu erzählen. Das kann Literatur viel besser. Theater kann einzigartige Erlebnisse kreieren.

Was sollen denn die Zuschauer von diesem Erlebnis mitnehmen? In Tschechien gab es unlängst heftige rechte Protestes gegen eine ihrer Inszenierungen, „Eure Gewalt, unsere Gewalt“, inklusive Erstürmen der Bühne.

Ich sage ja immer: Meinetwegen wissen die Nazis jetzt wenigstens, wo das Theater ist. Natürlich sind solche Proteste Teile der erweiterten Inszenierung; das realisieren diese Menschen natürlich nicht. Was wir mit unserer Performance außerhalb des Theaters erreichen, ist genauso wichtig wie das, was auf der Bühne entsteht. Ich glaube, dass gute Dramaturgie lange, bevor man das Theater betritt, beginnt und noch lange nachhallt.

Hoffen Sie auf, rechnen Sie mit Protesten gegen den „Nathan“?

Ach, wissen Sie, gegen meine „Klatwa“-Inszenierung in Warschau haben bis zu 3000 Leute protestiert. Aber ich erwarte hier nichts dergleichen. Ich erwarte Zuschauer, vor allem junge Zuschauer, die kommen und sehen und sich selbst ein Urteil bilden.

„Nathan“ feiert am 2. September im Ballhof Premiere.

Von Stefan Gohlisch

Kommentare
Bitte überprüfen Sie Ihre Eingabe.
Bitte melden Sie sich an,
um kommentieren zu können
Anmelden Neuanmeldung
Kommentar abschicken Abmelden
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Weitere Kommentare anzeigen
Mehr aus Kultur
Philosoph und Fußballfan: Gunter Gebauer im InterviewIst Fußball ein ungerechter Sport, Gunter Gebauer?
Zwischen Sprachspielen und Endspielen: Gunter Gebauer ist Philosoph und Fußballexperte. Quelle: Imago
08:07 16.06.2018

Die Fußballwelt schaut in diesen Tagen wieder gebannt auf die Weltmeisterschaft. Aber warum ist dieses Spiel eigentlich so faszinierend? Kristian Teetz hat mit dem Philosophen Gunter Gebauer über die Skurrilität des Handverbots, die Rolle des Zufalls und große Dramen gesprochen.

Freies TheaterGlocksee raubt den letzten Nerv
Am Boden: Szene aus „Der letzte Nerv“ im Theater an der Glocksee mit Jonas Vietzke, Helga Lauenstein (Mitte) und Andrea Casabianchi. Quelle: Jonas Wömpner
17:11 15.06.2018

Psycho-Stück mit Störungen. Im Theater an der Glocksee hatte „Der letzte Nerv“ Premiere.

KlassikSaison-Abschluss beim NDR
Eingespieltes Team: Friederike Starkloff und Andrew Manze. Quelle: Micha Neugebauer
16:41 15.06.2018

Bei Paganini ging die Konzentration flöten, und dennoch war der Jubel groß: Der Saison-Abschluss der Radiophilharmonie geriet erfreulich, auch dank Friederike Starkloff als Solistin.